Vom 30. Juli bis 04. August 2012 findet unter der Leitung von Axel Fischbacher zum vierten Mal der Hildener Summerjazz-Workshop statt.

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Location

Institut für öffentliche Verwaltung NRW (Haus Kolksbruch)
Hochdahler Straße 280
40724 Hilden
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Die Idee

Jazz ist eine Nischenmusik! Schräg, free und akademisch, eben was für Intellektuelle!

Jazz ist eine Kneipenmusik! Dixieland-Klänge zu Bierlaune!

Diese beiden Extreme repräsentieren die allgemein verbreiteten Klischeevorstellungen zum Thema Jazz. Doch dazwischen liegt eine ganze Welt von Musik: nämlich der zeitgenössische Jazz!

Jazzmusiker, die in ihrer Virtuosität ihren „klassischen“ Kollegen vollkommen ebenbürtig sind, gestalten ihre Musik vollkommen aus dem Moment heraus. Jazz im modernen Sinne ist ein Spiel mit den musikalischen Elementen – er grenzt keine Stilistik aus: Swing, Bebop und New Orleans-Jazz, aber ebenso HipHop, Funk, Rock, Pop, Ambient, Reggae – alles was den jeweiligen Musikern dazu einfällt wird verarbeitet und beim Spielen verändert und erweitert.
Doch ist der Jazz in den von leicht zugänglicher Popmusik dominierten Medien nur wenig vertreten: sensiblere Klänge und intelligentere Musik bleiben eine Randerscheinung, die kaum wahrgenommen wird. Bedauerlich, denn so wird Musik immer mehr zu einer willkürlichen Klangtapete, die uns immer und überall berieselt.

Im Kontrast hierzu wird jedoch ein neues Bedürfnis nach Echtheit spürbar, also nach wahrhaftigem Erleben und einer nachhaltigen Beschäftigung mit Musik, nach Input und Output! Und genau das bietet der Jazz. Er ist vor allem „live“ – also lebendig!!

Im rheinischen Hilden wird Jazz bereits seit Jahren groß geschrieben: mit einem Jazzfestival, das jährlich mit zahlreiche Größen der nationalen und internationalen Szene punktet, mit der 14tägig statt findenden Session-Reihe „Blue Monday“, die jedes Mal durch lebendiges Zusammenspiel von hochkarätigen Musikern besticht, die hier zum Teil erstmals aufeinander treffen, mit einer Reihe ausgewählter Jazzkonzerte im QQTec und einem begeisterungsfähigen Publikum ist die Mittelstadt zwischen Köln und Düsseldorf inzwischen zu einem Zentrum des Jazzgeschehens avanciert.

Was liegt also näher, als die Liebe zu dieser Musik ganz praktisch anzupacken und hier nun all denen (Berufsmusikern wie Amateuren), die selber Jazz spielen oder lernen wollen, die Möglichkeit zu bieten, mit anderen Musikern zusammen zu treffen, sich auszutauschen, Jazzmusikern der Spitzenklasse auf die Finger zu gucken, von ihnen zu lernen und mit ihnen und miteinander zu musizieren?

Der Grundgedanke für diesen Workshop ist es, ein lebendiges Musikerlebnis zu schaffen, bei dem erfahrene Musiker als Dozenten ihr Können und ihr Wissen weitergeben, bei dem Profimusiker ihr Wissen vertiefen können, wo Amateure angeleitet werden, ihre Fähigkeiten zu perfektionieren und wo Jugendlichen der Einstieg in die faszinierende Welt des Jazz ermöglicht wird – und das alles in einem ansprechenden Ambiente und in einer entspannten „unakademischen“ Atmosphäre, wo das Miteinander so leicht und spielerisch sein kann wie das Wesen der Musik, die dort gespielt werden wird.

Einsteiger

Einsteiger in Sachen Jazz können verschiedenste musikalische Werdegänge hinter sich haben und unterschiedlichsten Alters sein. So kann ein gestandener Profi, ein routinierter Orchestermusiker beispielsweise durchaus ein solcher Einsteiger in den Jazz sein.

Ich möchte mich aber hier ausdrücklich an diejenigen wenden, die aus dem "Amateurlager" kommen:
  • junge Amateurmusiker, die eine Musikschule besuchen und auf der Suche nach "Mehr" sind.
  • erwachsene Amateure, die in verschiedensten Rock-, Pop-, Soul-, und Coverbands spielen.
  • natürlich auch solche, die in solchen Bands gespielt haben, später aus beruflichen Gründen den Anschluss verloren haben und nun ihr Instrument wieder entdecken wollen.

"Ich spiel' seit 30 Jahren Blues... Aber so'n Jazzkurs?? Da kann ich doch gar nicht mithalten!!!"
Ein Satz den ich schon oft gehört habe. Keine Angst Leute! Jedem Teilnehmer wird ein Stoff geboten, der für seinen Wissensstand sinnvoll ist und den er verstehen und verarbeiten kann.

Sicher werden im Rahmen Summer Jazz auch Teilnehmer anmelden, die ihr Instrument bereits professionell spielen, aber die beissen nicht und unser Workshop bietet viele Gelegenheiten auch vom "Know How" dieser Musiker zu lernen.

Unser Summer Jazz Workshop hat keine Altersbeschränkung nach oben, und so möchte mich auch ausdrücklich an alle Menschen wenden, die bereits im Ruhestand sind, aber grosse Lust haben sich mit Jazz zu beschäftigen.

Die konkreten Vorbedingungen für die Teilnahme:
Instrument mitbringen, sowie Grundkenntnisse auf diesem, wie man sie beispielsweise nach 2-3 Jahren Musikschulunterricht hat
(Gitarristen, Bassisten, Keyboarder: bitte auch einen Verstärker mitbringen und, so dumm das klingt: KABEL NICHT VERGESSEN).

Musikstudenten

Für Musikstudenten des klassischen Fachs bietet sich ein Besuch unseres Workshops an, wenn sie ihre Fähigkeiten der Improvisation verbessern wollen, da dieser Bereich oftmals nicht (oder nur auf einer art Nebengleis) von den Hochschulen angeboten wird (siehe Infos "Klassiker").
Für Musikstudenten des Bereichs Jazz spricht unser Dozententeam für sich und man findet, neben seinem Studium, bei unserem Summer Jazz Workshop sicher einen riesigen Pool an "anderen" Ideen, Techniken, Sichtweisen, Herangehensweisen, Improvisationskonzepten, etc.

Klassiker

Wir wenden uns mit unserem Workshop auch an klassisch ausgebildete Musiker, die einen Zugang zur (Jazz) Improvisation suchen. Perfekt ausgebildete, professionelle Instrumentalisten, die jedes schwierige klassische Musikstück vom Blatt spielen können, aber nicht über das nötige Wissen und Vokabular verfügen, um im Sinne des Jazz, die Musik „frei“ aus dem Moment heraus selber gestalten zu können.

Passive Teilnehmer - "Das fortgeschrittene Publikum"

Die Jazzmusik kommt nicht als harmloser Klangbrei um 20:15 Uhr ins Wohn¬zimmer. Sie ver¬langt ihren Freunden und Hörern so manches ab. Wer ihr nicht entgegen¬kommt, wird sie nicht ver¬stehen.

Wer begonnen hat, sie zu verstehen, wird vieles, was im Fern¬sehen und im Radio so daher¬kommt nicht mehr ertragen können und aus¬schalten müssen. Lauter Nachteile???

Ein gehobenes Qualitätsbewusstsein kann aber sicher auch in Sachen Musik nur von Vorteil sein und darum wende ich mich hier an diejenigen, die schon vom Jazz infiziert sind und ihr bereits vorhandenes Wissen bereichern wollen, indem sie theoretisch-musikalisches Fachwissen erwerben und beim praktischen Üben und Erarbeiten der Musik zuschauen.

Wir möchten bei unserem Summerjazz Workshop ein begrenztes Kontingent an passiven Teilnehmern zulassen, welche den Theorie-Unterricht besuchen und bei der Band-Arbeit als Zuschauer dabei sein können.

Studienvorbereitung

Die Hälfte unserer Lehrer arbeiten als Dozenten an einer oder mehreren Jazzhochschulen und sind daher die prädestinierten Ansprechpartner und Berater für junge Musiker, die sich auf eine Aufnahmeprüfung vorbereiten.

  • Stefan Rademacher - Düsseldorf / Bern
    ⁃ Mathias Haus - Köln
    ⁃ Matthias Bergmann - Köln / Dortmund
    ⁃ Markus Wienstroer - Osnabrück
    ⁃ Roland Höppner - Dortmund
    ⁃ Adrian Mears - Basel

Drehscheibe für musikalische Kontakte

Unser Summerjazz-Workshop wird eine großartige Drehscheibe für musikalische Kontakte aller Art sein. Gleichgesinnte werden sich treffen und zusammen musizieren. Verschiedene musikalische Ansätze und unterschiedliche Ansichten werden sich begegnen, diskutiert werden und ihre Vertreter werden voneinander lernen.

Das Kennenlernen anderer Musizierender wird überhaupt ein zentraler Bestandteil unseres Summerjazz-Hilden werden und für so manchen Teilnehmer weit über die Workshopwoche hinaus von Bedeutung sein.

Langfristige Lehrer - Schüler Beziehungen werden genauso entstehen, wie neue Bands und Ensembles im Amateurbereich und professionelle Musikerconnections.

Axel Fischbacher  Markus Wienstroer  Matthias Bergmann  mathias_haus  Tony Lakatos  Walter Fischbacher  Antonio Farao
Stefan Rademacher  wally_boecker  Roland Höppner  molly_duncan  adrian_mears  dietmar_steinhauer  diethard_stein  ulf_stricker